Petra Music ist Senior Lecturer für Flöte an der Universität Mozarteum Salzburg. Konzertreisen führen sie als Solistin, Kammermusikerin und Orchestermusikerin zu Festivals in Europa, Amerika, Australien und Asien. Petra ist eine gefragte Dozentin für Flötisten aller Alters- und Könnensstufen. Sie hat ihr Doktoratsstudium in Flöte an der University of Illinois at Urbana-Champaign (USA) absolviert und ihre Masterstudien in Konzertfach Flöte und Instrumentalpädagogik an der Kunstuniversität Graz (Österreich) bei Dieter Flury. Sie widmet sich intensiv der Zusammenarbeit mit zeitgenössischen KomponistInnen sowie dem Studium historischer Flöten und Fragen der Aufführungspraxis. Neben ihrer Lehrtätigkeit am Department für Musikpädagogik Innsbruck ist Petra aktive Orchester- und Kammermusikerin und begeisterte Netzwerkerin und Organisatorin in mehreren Flötengesellschaften. In Magazinen wie Flute Talk, Flöte Aktuell, Pan Magazin und Contemporary Music Review publiziert Petra Artikel zu Themen der Flötendidaktik und des Repertoires.


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Petra Music, Flöte

Dr.mus.art (UIUC), Mag. phil (KFU Graz). Mag.art, MA (KUG Graz)

Dr. Petra Music unterrichtet Flöte, Fachdidaktik, Repertoire und Kammermusik and der Universität Mozarteum Salzburg/Innsbruck. In Innsbruck steht sie als Substitutin mit dem Tiroler Symphonieorchester, am Tiroler Landestheater sowie in zahlreichen Orchestern und Ensembles auf der Bühne. Ihre Konzertreisen führten sie als Solistin, Kammermusikerin und in Orchesterprojekten zu Festival in Europa, den USA, Australien, China und Taiwan. Petra ist auch eine gefragte Dozentin für Flötisten aller Alters- und Könnensstufen. Ihre einfühlsame, innovative und inspirierende Art zu Unterrichten führten sie zu Workshops zu verschiedenen Themen der Flötenliteratur und Flötentechnik u.a. in Städte wie Moskau, Amsterdam, Berlin, München, Taipei, Köln, London, Luxembourg. Weiters arbeitet sie als Jurorin für Initiativen wie My Flute Konkurs, Moskau (2012-2016) und war Koordinatorin der Azumi Flötenschülerwettbewerbe 2009-2011. Durch diese Aufgabe steht sie in permanentem Austausch mit internationalen jungen Flötentalenten und verfolgt deren musikalische Entwicklung mit großem Interesse. In Magazinen wie Flute Talk, Flöte Aktuell und Pan publiziert Petra zu Themen der Flötendidaktik und des Flötenrepertoires. Ihre innovative Arbeit über die Verwendung von “Linkshänderflöten” im Didaktik Unterricht Querflöte wurde von der Kollegenschaft herzlich begrüßt. Ihre pädagogische Arbeit für das Jahr 2016 beschäftigt sich mit den Chancen von “Spiel” im Instrumentalunterricht. Am Syrinx Flötenfest 2015 präsentierte sie Workshop und Rezital “Let’s Play”. Im Workshop wurden Konzepte der Creative Playing Arts Bewegung auf die praktische musikalische Arbeit in der Gruppe mit Hilfe einer Loop Station vermittelt. Im Frühling 2016 präsentierte Petra beim ADAMS Flötenfestival einen Vortrag über Talent Forschung und Mozarts Kompositionen für Flöte. 2017 stand ein Exkurs in die Kreativitätsforschung am Beispiel des Jahresregenten Telemann am Programm. 


Petra hat ihr Doktoratsstudium in Flöte (Performance und Literatur) an der University of Illinois at Urbana Champaign 2008 absolviert, an der sie auch als Assistentin von Jonathan Keeble gearbeitet hat. Davor hat sie ihr Studium in Konzertfach Flöte an der KUG Graz bei Dieter Flury 2009 mit Auszeichnung beendet. nachdem sie in Graz auch ihre Studien in Instrumentalpädagogik Flöte und Deutsche Philologie erfolgreichh absolviert. Als Stipendiatin studierte sie bei Mardi McSullea an der University of Melbourne. Weitere musikalische Inspirationen bekam sie durch die Teilnahme an zahlreichen internationalen Meisterkursen (u.a. bei Peter Lukas Graf, Felix Renggli, Andras Adorjan, Robert Aitken, Moshe Epstein, Freerk Zeijl, Carlo Jans, Janos Balint, Amy Porter, Thomas Robertello, Denis Bouriakov, Eva Amsler, Ian Clarke, Wissam Boustany, Emily Beynon, Camilla Hoitenga und viele andere). Petra wurde mehrfach von verschiedenen Institutionen für ihre künstlerischen Leistungen gewürdigt, wie University of Illinois at Urbana- Champaign, Emanuel und Sofie Fohn Stiftung Wien, zwei Stipendien des Bundeskanzleramts für Kunst in Wien. Petra war auch viele Jahre ausgewählte Künstlerin für Yehudi Menuhins Stiftung Live Music Now und hat viele Auftritte vor einem bunten Publikum absolviert, das ansonsten keine Möglichkeit gehabt hätte, klassische Musik zu erleben. Ihre Suche nach einem noch tieferen Verständnis der Interpretation des Flötenrepertoires inspirierten Petra seit einigen Jahren zur Auseinandersetzung mit Originalinstrumenten und der Literatur der zeitgenössischen Flötisten. Sie besuchte Meisterkurse bei Rachel Brown, Marcello Gatti und Linde Brunnmayr und arbeitet so mit großem Interesse an einem “direkteren” Verständnis der Flötenliteratur aus Barock und Klassik.

Wie auf ihren vielen Reisen, findet Petra ihre Heimat in ganz unterschiedlichen musikalischen Stilen. Sie veröffentlichte 2009 ihre Debut-CD ... gebrochene bluomen mit Werken für Flöte und Klavier von Mozart, Schubert und Beethoven. Es folgte Musica Delicata, ein CD Projekt mit barocken Werken für Flöte, Orgel und Trompete. Ausgewählte Auftritte führten sie weiters als Solistin zum Meisterkonzert in Ludwigsburg mit Werken von Bulla, Chaminade, Hidas und Rimsky-Korsakov (2010). Orchestertourneen nach China (österreichische Philharmonie, 2009), Taiwan (Grazer Salonorchester, 2011), Österreichisch-Chinesisches Kulturforum, 2013 und Solokonzertreisen mit Flöte und Klavier nach Hangzhou (2011) folgten. Petras besondere Liebe gilt zeitgenössischer und experimenteller Musik und der Zusammenarbeit mit Komponisten ihrer Zeit. Auftritte mit Ensembles für neue Musik wie u.a. Klangforum Wien, Windkraft, Szene Instrumental führten sie u.a. zu Auftritten in der Alten Schmiede Wien, Konzerthaus Wien, Transart Festival Bozen, Klangspurenfestival Schwaz, Klangperspektiven Wien, Hörfest Graz, Musikprotokoll Steirischer Herbst und Rundfunkaufnahmen für den ORF sowie zum Flötenfestival der Deutschen Gesellschaft für Flöte e.V. in München (2010). Dort präsentierte sie 2010 ihr Projekt Metamorphosen, das Uraufführungen von internationalem Kompositionen für Flöte und Klavier vorstellte. Petras wissenschaftlich/künstlerische Arbeit auf diesem Gebiet konzentriert sich - inspiriert durch ihr Studium der Deutschen Philologie an der KUG Graz - auf literarische Einflüsse in der zeitgenössischen Musik. Ihre Diplomarbeit, eine fächerübergreifende Arbeit über die Rezeption von Paul Celans Dichtung in der Musik Harrison Birtwistles beschäftigt sich mit der Komposition "Pulse Shadows". Ihrer Dissertation über den 1939 in Passau geborenen Komponisten Nicolaus A. Huber mit dem Titel "Literary Quotes in Nicolaus A. Huber's Music for Flute" folgte ein Lecture Recital mit US Premieren von Hubers Stücken für Flöte. Sie publizierte sie auch über die Musik von Mathias Spahlinger und Nicolaus A. Huber in der Zeitschrift Contemporary Music Review.

Neben diesen “ernsteren Aspekten” der Musik liebt Petra das Potenzial von “Cross-Over” Projekten zur Inspiration junger Musikerinnen. So ist sie auch mit Jazz, Pop und Weltmusik auf der Bühne gestanden und talentierten Ensembles und Künstlern wie UI Opera Ensembe, UI Symphony, UI Philharmonia Orchestra, KlangImpuls Orchestra, UI New Music Ensemble unter Eduardo Diazmunoz, Martha Graham Dance Company New York, Grazer Salonorchester, Österreichische Philharmonie, Wiener Kammerorchester und Klangforum Wien. Konzerte brachten sie zum Fringe Festival Melbourne/Australien 2001, Quedlinburg/Deutschland 2003, Live Music Now in der Grazer Oper 2003, Detmold/Deutschland 2004, FIMU Festival Belfort/Frankreich 2005 und 2006, St. Louis Flute Day/USA 2005, Chicago Flute Fest/USA 2006, Martha Graham Dance Company New York, Krannert Center of the Performing Arts/USA 2007, Stefaniensaal Graz 2007, Stephansdom Wien 2008, Klangforum Wien im Wiener Konzerthaus 2009, Grazer Burg 2009, Polytheatre Beijing/China 2009, Beijing Concert Hall, Zhengzhou Concert Hall Hangzhou, 2011, Sun-Ya-Tsen Hall, Kaishung 2012, Taipei 2012, Chonqing Concert Hall 2013, Beijing 2013, ADAMS Flute Festival 2013, Flute Days Moskau 2012-2014, Tiroler Landestheater since 2014, Adams Flute Festival Ittervoort 2013 and 2016, Syrinx Flötenfest Feldkirch 2015, Tuesday Microgrooves, 2016.

Petra spielt eine 19,5 K Powell Flöte sowie eine Holzflöte von Powell. Sie spielt Kopfstücke für Piccolo und Flöte von Tobias Mancke. Weiters ein Piccolo von Philipp Hammig, Bass und Altflöte von Altus, sowie eine Jupiter Kontrabassflöte. Für ihre Studien verwendet sie ausgezeichnete Kopien von Barock- und Klassischen Flöten von J.H. Rottenburgh und H. Grenser der Fa. Tutz sowie eine Palanca Kopie von Simon Polak.

Ihre universitäts-pädagogische Ausbildung absolvierte Petra im Rahmen ihrer Lehrtätigkeit an der University of Illinois at Urbana-Champaign am Universitätseigenen Center for Teaching Excellence. Schulungen im Bereich Ethik, Kursplanung, Kursdurchführung und Kursgestaltung sowie Signifikantes Lernen folgten. Durch diese Kurse, die in erster Linie für universitären Klassenunterricht konzipiert waren, wuchs ihr Interesse für Methoden der Evaluation und Bewertung von Unterricht und die Bedeutung von Selbstevaluation für Lehrende. Methoden der Vor- und Nachbereitung von Instrumentalunterricht spielen dabei eine große Rolle um die Schüler für die Freude an musikalischem Ausdruck begeistern zu können. Besonders die Arbeit als Workshopdozentin mit Gruppen verschiedenster Alters-, und Könnensstufen sowie sehr heterogenen Gruppen hat zu intensivem Ausprobieren und Erproben alternativer Unterrichtsformen und Unterrichtskonzepte geführt. Dabei wurde ihr die Notwendigkeit eines individualisierten Unterrichts – individualisiert aus der Sicht von Lehrenden und Lernenden für einen erfolgreichen Unterricht bewusst. Individualisiert heißt hier nicht nur persönlichkeitsbezogen, sondern immer auch körperbezogen. Die Teilnahme an Kongressen zur MusikerInnengesundheit (z.B. Art in Motion, 2008, Graz, Traum und Wirklichkeit, 2013, Graz, Music Education EXPO 2014, London) hat dabei auch die Beschäftigung mit Körpertechniken (Iyengar Yoga, Body Mapping, Alexandertechnik, QiGong) im Zusammenhang mit dem Musizieren angeregt. Mentale Übetechniken und Mentale Konzepte spielen dabei eine große Rolle.